Donnerstag, 19. September 2013

Freutag

....diese Idee, jeden Freitag den "Freutag" zu zeigen, begegnete mir irgendwo auf meinen zahlreichen Reisen durch die Bloggerwelt.

Man zeigt sein ganz persönliches, kleines Glück an diesem Tag (der letzten Woche, dem kommenden Wochenende) und verlinkt sich zum Freutag!

Diesen Frei....eh Freutag zeige ich Euch mein kleines Glück vom letzten Sonntag



Das Foto entstand im Siegener Friedwald und ich habe es die Tage schon einmal gezeigt. Als eines meiner Kinder dort oben im Baum saß und in die Sonne blickte...das war mein Moment! 
Freude, Frieden, Ruhe und ganz viel Lebenslust!

Ich möchte den Freutag auch nochmal nutzen, um zu erklären, wer Julie eigentlich ist. Das führt doch "immer mal wieder" zu Verwirrungen ;-)

- Danke an dieser Stelle für die Email....ich habe mich sehr gefreut <3 -

Glücklicherweise ist Julie "nicht" meine Tochter. 
Sie ist meine Schwägerin und starb vor drei Jahren mit 32 Jahren unter sagen wir mal "nicht ganz normalen Umständen"...das muss als Erklärung hier reichen. 

Wir haben sie an diesem wunderbaren Ort ganz in der Nähe von uns ihre letzte Ruhe finden lassen. 
Auch wenn sie uns sehr fehlt, so ist doch ganz viel von ihr bei uns geblieben. 

Ich möchte an dieser Stelle ermutigen, den Tod anzunehmen und nicht zu verzweifeln. 
Ich möchte immer mal wieder zeigen, das die Toten weiterleben...in Bildern und Erinnerungen. 
Ich möchte dem Tod den Schrecken nehmen und Berührungsängste mindern. 
Ich möchte bitten, die Erzählungen weiterzuführen und nicht zu verstummen. 
Ich möchte klarstellen, das ein jeder ein Recht auf Leben und auch auf ein selbstgewähltes Ende hat. 
Und ich möchte auffordern, im Schmerz nicht zu verzweifeln sondern in Liebe zu erinnern....




Genießt mit mir diesen Moment am Freutag....Eure Frau Heidler


Kommentare:

  1. danke dir für diesen freugrund
    auch mein familienbaum steht in einem friedwald - unglaublich schön

    lg anja

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  2. Puh, da muss ich glatt schlucken.
    Ja, ein schwieriges Thema....,
    Danke für Deine aufmunternden Worte !!!
    Auch im Friedwald scheint die Sonne ................
    Liebe Grüße
    Jeanette

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  3. ... Und ich möchte auffordern, im Schmerz nicht zu verzweifeln sondern in Liebe zu erinnern....
    Leichter gesagt als getan, Leben geht eben weiter - es bleibt nicht stehen so sehr man es auch will.
    Ich hatte eher gedacht, dass es deine Schwester war die gestorben ist.
    Meine Mutter ist dieses Jahr 11 Jahre tod - ich heule heute noch deswegen ...

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    1. Das stimmt, leicht ist es nicht. Man muss aufstehen und weiterlaufen, über diese Steine drüberzukommen ist alles andere als ein Kinderspiel.

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  4. Das hast du sehr schön geschrieben! Es ist aber manchmal sehr schwer. Sicherlich wird es mit den Tagen, Monaten und Jahren ein wenig einfacher. Aber irgendwie auch nicht.
    Das schlimme an meiner Situation ist einfach: ich habe noch nicht seit dem einmal wirklich aus vollem Herzen weinen können. Ich denke, das würde mich und meine Seele sehr entlasten. Ich kann es einfach nicht- es ist irgendwie eine Blockade in mir...ich weine zwar oft, aber das ist mehr ein "laufenlassen" der tränen. Vielleicht habe ich auch einfach Angst davor das ich dann zusammenbreche und ich in der ganzen Trauer gefangen bin.

    An diesem Tag stand meine Welt ganz still. Danach drehte sie sich weiter, aber es war nicht mehr die selbe Welt.

    In dem Sinne: auf das Leben und die liebe!
    Frau Rausch

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    1. Ich glaube weinen ist ein ganz zentraler Punkt. Ich habe ganze Seen vollgeweint. Danach ging es mir jedesmal besser.
      Und irgendwann kamen keine Tränen mehr. Sie sind buchstäblich ausgeweint.
      Es kam Frieden und ein breites Lachen am Gesicht, wenn ich an diesen Krawallschläger denke....
      Und ich denke Trauern braucht Zeit. Die muss man sich einfach geben diese Trauerzeit.
      Auch wenn das oft auf Unverständnis trifft: der Mensch ist es einfach auch wert gewesen <3

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  5. Ganz wunderbar geschrieben.
    Vielen Dank.
    LG
    Dine

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